Fasnachtverbrennung Feuer

Anno Domini 1458 wurde am Bischofssitz der Diocesis Constantiensis, der Freien Reichsstadt Konstanz, ein Hexenmeister hingerichtet.
Begründet auf diesem historischen Ereignis wurde 1974 von Markus Stengele am Fasnachtsdienstag die Hexenmeisterverbrennung auf dem Münsterplatz, als offizielle Beendigung der Fasnachtszeit für die Münsterhexen, ins Leben gerufen.

Mittlerweile findet die Verbrennung des Hexenmeisters im Pfalzgarten unterhalb der Mariensäule statt und die Fasnachtsverbrennung der Münsterhexen ist zu einem wahren Publikumsmagnet geworden. Immerhin bieten wir seit Jahren eine exakt durchgeplantes Schauspiel mit mystischer Musik, hypnotischer Tanzeinlage, pyrotechnischen Explosionen und nicht zuletzt dem Sprung übers Feuer.

Die Fasnachtsverbrennung der Münsterhexen findet am Fasnachtsdienstag bei jedem Wetter statt und beginnt um 18:30 Uhr mit einem Trauerzug durch die Niederburg (Startpunkt: Ecke Untere Laube/ Inselgasse), ab 18:50 Uhr kommt es  im Pfalzgarten dann zur Verbrennung des Hexenmeisters.

 

Die Verbrennung des Hexenmeisters ist ein Trauerspiel
in 4 Akten plus Vorspiel:

Vorspiel
Fasnachtsmusik
Meist noch Schnellen durch die Saubach-Geister Konstanz e.V.

1. Akt – Einmarsch des Trauerzuges
Allen voran der FZ Konstanzer Frichtle e.V., gefolgt von den Münsterhexen.
Nach einer Darbietung verabschieden sich die Frichtle und bereiten sich auf ihre eigene Verbrennung vor.
Die Hexenmutter lockt die Konstanzer Werwölfe in die Mitte des Kreises.
Unter dem Heulen der Wölfe marschieren der Kopf des Hexenmeisters, das Blutgericht der Kuttenträger und die Strohpuppe des Meisters ein.

2. Akt – (k)eine faire Verhandlung
Der Stroh-Meister wird aufgestellt, sein Kopf wird ihm aufgesetzt
Der Rote Kuttenträger verließt die Anklageschrift und kommt zu seinem Urteil: Verbrennung!

3. Akt – Showeinalge
Der brennende Hexenmeister bäumt sich noch ein letztes Mal auf
Die Hexen versuchen seine Kraft mit einem Hexentanz zu stärken
Die Zauberkraft reicht zumindest für ein Feuerwerk

4. Akt – Feuersprünge
Einige mutige Hexen versuchen zu fliegen, für manche Betrachter mag es eher wie Sprünge über das Feuer aussehen.
Nachdem vom Hexenmeister nur noch Asche vorhanden ist, verabschieden sich die Münsterhexen bis zum 6. Januar …

Anmerkungen:

Nicht immer brennt der Stroh-Meister gleich gut ab, daher wird immer erst während des Abbrandes entscheiden, ob über das Feuer gesprungen wird oder nicht.
Sicherheit geht vor!
Die Strohpuppe wurde traditionell immer am Fasnachtssamstag gebaut, in den letzten Jahre im Münsterkindergarten – da es dort mittlerweile ein Platzproblem gibt, wird die Puppe mittlerweile vor der Haupt-Fasnachtszeit gebaut – wo wird aber hier nicht verraten, denn 2004 wurde die Meisterpuppe bereits von den Saubach-Geistern geklaut …

Bidl der Verbrennung 2008